Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist neben dem Weißstorch (Ciconia ciconia) die einzige in Europa brütende Art aus der Vogelfamilie der Störche (Ciconiidae).

Im Gegensatz zum Weißstorch ist der Schwarzstorch ein scheuer Bewohner alter, geschlossener Wälder, die Still- und Fließgewässer aufweisen. Trotz des sehr großen Verbreitungsgebietes werden keine Unterarten unterschieden.
Der Schwarzstorch ist etwas kleiner als der Weißstorch (Ciconia ciconia). Oberseite, Kopf, Hals und Vorderbrust sind metallisch glänzend schwarz, das Gefieder schillert metallisch je nach Lichteinfall grünlich, purpurn, aber auch kupferfarbig. Nur Brust, Bauch, der rumpfnahe Teil des Unterflügels sowie die Unterschwanzdecken sind weiß. Die Weibchen sind nur geringfügig matter gefärbt als die Männchen, ihr Schnabel ist meistens gerade, während jener der Männchen ganz leicht aufwärts gebogen erscheint. In Gewicht und Größe besteht zwischen den Geschlechtern kein Unterschied. Schnabel und Beine des adulten Vogels sind während der Brutzeit leuchtend rot, im Schlichtkleid aber bräunlich bis matt dunkelrot. Auch die nackten Hautpartien rund um die Augen sowie der Schnabelansatz sind während der Brutsaison leuchtend rötlich gefärbt. Die Beine der Jungvögel sind im ersten Jahr gelbgrünlich und wechseln langsam über bräunliche Töne ins Rötliche. Ihr Schnabel ist dunkelbraun mit einem leicht rostroten Anflug. Die Gefiederfarbe ist stumpfer, eher tief braunschwarz, der metallische Schimmer fehlt.

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16 Kommentare zu “Schwarzstorch (Ciconia nigra)

  1. Ich konnte im letzten Herbst mal einen Schwarzstorch auf einer Wiese neben einem großen Wald im heimischen Nordsauerland „erwischen“ und mit Einsatz des vollen Zooms fotografisch bannen. Solche Traumfotos wie hier im Blog sind mir aber weder von einem Storch noch von den meisten anderen Wildtieren je gelungen…

  2. Hallo Jörg,
    Der Schwarzstorch ist eines der Tiere, die ich gerne einmal in freier Wildbahn fotografieren würde. Das wäre sicherlich ein Abenteuer, allerdings Bedarf es ja einer guten und gewissenhaften Vorbereitung, da sie auf keinen Fall gestört werden dürfen! Und gerade das hält mich durchaus davon ab. Da steht der Naturschutzgedanke oberhalb des Bedürfnisses die einmal durchzuführen.
    Danke noch einmal für die wirklich tollen Aufnahmen, die Du hier in so regelmäßigen Abständen veröffentlichst, da steckt eine Menge Arbeit hinter. Soviel Zeit bekomme ich nicht zusammen und es macht echt nix, ob Du es nun jeden Tag schaffst oder auch nicht. Bei der Qualität warten die meisten Leser sicherlich gerne mal einen Tag!

    Viele Grüße, Bernd

  3. Durch das vermutliche Freistellen gelingt Dir eine meiner Meinung nach hervorragende dokumentarische Aufnahme des Tieres. Er erweckt für mich eine nach menschlichen Maßstäben betrachtet in sich ruhende, fast buddistisch anmutende Geschlossenheit und Ruhe.

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